Vorwort

In unserer heutigen Gesellschaft, geprägt von Bildungsungleichheit und sozialen Herausforderungen, setzt sich stabil e.V. leidenschaftlich für die Förderung von Empowerment und persönlicher Entwicklung bei jungen Menschen ein. Durch die Schaffung von Möglichkeiten wie professionellen Schauspielcastings, Coaching und der Vermittlung in Engagements bietet unser Verein eine Plattform, um nicht nur berufliche Perspektiven zu eröffnen, sondern auch das Selbstbewusstsein und die Selbstwirksamkeit der Teilnehmenden zu stärken.

Primäres Ziel - Motivationsentwicklung und Persönliche Ziele im Fokus

Unsere zentrale Ausrichtung bei stabil e.V. liegt darauf, die Motivationsentwicklung und die Entwicklung persönlicher Ziele als Schlüsselkomponenten für das Überwinden individueller Grenzen und das Betreten neuer Wege in den Mittelpunkt zu stellen.

Unser primäres Ziel besteht darin, die ganzheitliche persönliche Entwicklung der Teilnehmenden voranzutreiben. Wir streben nicht nur danach, Empowerment zu ermöglichen und Softskills sowie Fähigkeiten für ein erfolgreiches Leben und Berufsleben zu fördern, sondern setzen insbesondere auf die Entfaltung persönlicher Ziele und individueller Stärken. Durch die Identifikation und Förderung der Potenziale unserer Teilnehmenden möchten wir eine langfristige positive Veränderung herbeiführen. In diesem Kontext betrachten wir die Entwicklung von persönlichen Zielen als einen kraftvollen Antrieb, der die Teilnehmenden dazu inspiriert, über sich selbst hinauszuwachsen und neue, individuelle Wege zu beschreiten.

Bedarfslage- Gezielte Unterstützung für strukturell benachteiligte junge Menschen in München

Unsere intensive Auseinandersetzung mit der Bedarfslage konzentriert sich auf strukturell benachteiligte junge Menschen im Alter von 16-27 Jahren in München. Dieser speziellen Gruppe stehen oft erhebliche Herausforderungen gegenüber, die auf begrenzte familiäre, sozialräumliche und soziokulturelle Ressourcen zurückzuführen sind. Diese Herausforderungen manifestieren sich nicht nur in Bildungsungleichheit, sondern auch in eingeschränkten Möglichkeiten für einen erfolgreichen Alltag.

Der Mangel an unterstützenden Strukturen und Ressourcen kann einen erschwerenden Einfluss auf die Lebenssituation dieser jungen Menschen haben. Oft fehlt es an stabilen familiären Netzwerken, und die sozialen Räume bieten nur begrenzte Unterstützung. Die soziokulturelle Benachteiligung wirkt sich nicht nur auf ihre Bildungschancen aus, sondern beeinträchtigt auch ihre persönliche Entwicklung und die Aussichten für ihre berufliche Zukunft.

stabil e.V. betrachtet diese Bedarfslage als kritischen Ausgangspunkt für gezielte pädagogische Maßnahmen. Wir verstehen, dass eine umfassende Unterstützung nicht nur auf akute Bedürfnisse reagieren muss, sondern auch präventive Elemente beinhalten sollte, um einen nachhaltigen Einfluss auf die Lebenssituation dieser jungen Menschen zu haben. Unsere pädagogischen Interventionen sind darauf ausgerichtet, diesen individuellen Herausforderungen und strukturellen Benachteiligungen entgegenzuwirken und den Teilnehmenden Werkzeuge für eine eigenverantwortliche und erfolgreiche Lebensgestaltung in die Hand zu geben.

Wir sind davon überzeugt, dass durch gezielte Unterstützung und die Stärkung individueller Ressourcen diese jungen Menschen nicht nur ihre gegenwärtigen Hürden überwinden können, sondern auch langfristige Perspektiven für ihre persönliche und berufliche Entwicklung schaffen können.

Pädagogische Grundlagen

Unser pädagogisches Konzept basiert auf Lebensweltorientierung. Wir setzen auf die Integration von Aktivitäten und Workshops, die direkt mit der Lebensrealität der Teilnehmenden verbunden sind. Authentizität und Praxisnähe sind dabei zentral, um eine erlebnisreiche und wirkungsvolle Erfahrung zu schaffen. Lebensweltorientierung bedeutet für uns, die Lebenssituation, Erfahrungen und Interessen der Teilnehmenden in den Mittelpunkt zu stellen und pädagogische Angebote entsprechend anzupassen.

Zielgruppenorientierung

stabil e.V. richtet sich an alle strukturell benachteiligten jungen Menschen in München. Durch offene Bewerbungsmöglichkeiten über verschiedene Kanäle betonen wir die Zugänglichkeit unserer Angebote. Unsere Aktivitäten vor Ort motivieren zur spontanen Teilnahme und fördern niederschwellige Kontakte.

Lerninhalte und Methoden

Die Filmbranche dient als Motivator für die Teilnahme und bietet gleichzeitig breite berufliche Möglichkeiten. stabil e.V. setzt auf spielerische, niederschwellige und aktivierende Methoden, um die Selbstwirksamkeit der Teilnehmenden zu stärken. Unsere praxisorientierten Workshops behandeln nicht nur Schauspieltechniken, sondern auch Selbstdarstellung, Berufsaussichten, Kameraarbeit und den verantwortungsbewussten Umgang mit Social Media. Wir setzen darauf, vorhandene technische Mittel wie Smartphones, Apps und Laptops zu nutzen, um den Jugendlichen den Zugang zu Medienaktivitäten zu erleichtern und ihre Kreativität sowie technisch-filmischen Fähigkeiten spielerisch zu fördern.

Empowerment und Netzwerk

Unsere Teilnehmenden lernen, sich selbst zu organisieren und ein Netzwerk aus Unterstützern aufzubauen. Dies geschieht nicht nur durch die Teilnahme an unseren Aktivitäten, sondern auch durch die Einbindung erfolgreicher Vorbilder und Mentor*innen aus ähnlichen sozialen Kontexten. Diese persönlichen Verbindungen bieten nicht nur Orientierung und Ratschläge, sondern fördern auch den Erfahrungsaustausch und den Aufbau von langfristigen Beziehungen.

Castings und Fotoshootings

Die Teilnahme an Castings und Fotoshootings wird nicht nur als berufliche Chance betrachtet, sondern als Instrument zur Persönlichkeitsentwicklung. Diese Aktivitäten fördern nicht nur das Selbstbewusstsein, Ausdrucksfähigkeit und Kommunikationskompetenzen. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Darstellung vor der Kamera trägt zur individuellen Entwicklung bei und stärkt das Selbstvertrauen.

Kooperationen und interdisziplinäre Zusammenarbeit

stabil e.V. strebt eine enge Zusammenarbeit mit anderen sozialen Einrichtungen, Bildungsträgern und Unternehmen an. Durch interdisziplinäre Kooperationen eröffnen sich neue Chancen für die Teilnehmenden, ihr Netzwerk zu erweitern und vielfältige Perspektiven zu entdecken. Die Verbindung von pädagogischem Know-how mit branchenspezifischer Expertise schafft ein umfassendes Lernumfeld. Wir setzen auf eine ganzheitliche Entwicklungsförderung durch die Zusammenführung verschiedener Kompetenzen und Perspektiven.

Ziele von stabil e.V. in der Medienbranche

Im Medienbereich verfolgt stabil e.V. entschlossen die Ziele der soziokulturellen Inklusion und Teilhabe. Unser Fokus liegt darauf, marginalisierte Gruppen aktiv in die Medienlandschaft einzubinden. Wir setzen uns für eine vielfältige und repräsentative Branche ein, indem wir Diversität fördern und einen Raum schaffen, in dem unterschiedliche Stimmen gehört werden. Gleichzeitig streben wir danach, die Professionalisierung junger Talente zu unterstützen, um ihren Einstieg in die Medienwelt zu erleichtern. Durch gezielte Weiterleitungen an renommierte Agenturen und Fachstellen, wie "Ich will zum Film", "Start into Media", ZAV und Schauspielagenturen, wollen wir sicherstellen, dass unsere Teilnehmenden die bestmöglichen Chancen für ihre berufliche Entwicklung erhalten.

Langfristige Perspektiven und Ausblick

stabil e.V. strebt an, seine Angebote auszuweiten, vertiefende Workshops anzubieten und überregionale Skalierung zu ermöglichen. Durch kontinuierliche Zusammenarbeit und den Ausbau unseres Netzwerks schaffen wir nachhaltige Unterstützung für die Teilnehmenden. Dabei setzen wir uns für Diversität in der Medienbranche ein, um gesellschaftliche Fairness und Inklusion zu fördern. Unser Ziel ist es, die individuellen Potenziale zu entfalten und gleichzeitig zur Schaffung einer diversen und integrativen Medienlandschaft beizutragen.


Arbeitsprinzipien

  1. Authentizität und Transparenz: Wir stehen zu unseren Versprechen und handeln stets im besten Interesse der Teilnehmenden. Unsere Kommunikation ist offen, ehrlich und nachvollziehbar.
  2. Kritische Überprüfung von Medienangeboten: Wir nehmen unsere Verantwortung ernst, die Teilnehmenden vor potenzieller Ausnutzung zu schützen. Daher prüfen wir sorgfältig alle Medienangebote, um sicherzustellen, dass sie den ethischen Standards entsprechen und die individuelle Entwicklung der Teilnehmenden fördern.
  3. Wertschätzung der Individualität: Jeder Mensch ist einzigartig. Wir schätzen und respektieren die Vielfalt der Teilnehmenden. Unser Ziel ist es, eine unterstützende Umgebung zu schaffen, die Raum für persönliches Wachstum und Selbstentfaltung bietet.
  4. Teilnehmerzentrierter Ansatz: Wir orientieren uns an den Bedürfnissen, Interessen und Lebensrealitäten der Teilnehmenden. Unser pädagogischer Ansatz beruht darauf, ihre Stärken zu fördern, Schwächen zu stärken und ihre individuelle Entwicklung zu unterstützen.
  5. Sicherheit und Wohlbefinden: Die Sicherheit und das Wohlbefinden der Teilnehmenden stehen für uns an erster Stelle. Wir schaffen eine Umgebung, in der sie sich geschützt und respektiert fühlen, und fördern ihre physische und emotionale Sicherheit.
  6. Beteiligung und Mitspracherecht: Wir glauben an die aktive Beteiligung der Teilnehmenden an Entscheidungen, die sie betreffen. Ihr Mitspracherecht wird respektiert und gefördert, um eine inklusive und demokratische Atmosphäre zu schaffen. Die Meinungen und Wünsche der Klient*innen werden immer übergeordnet betrachtet.
  7. Förderung von kritischem Denken: Wir ermutigen die Teilnehmenden dazu, kritisch über Medieninhalte und deren Auswirkungen nachzudenken. Unser Ziel ist es, Medienkompetenz zu fördern und sie zu befähigen, informierte Entscheidungen zu treffen.
  8. Nachhaltige Unterstützung: Unser Engagement geht über die Projektlaufzeit hinaus. Wir streben eine nachhaltige Unterstützung an, indem wir Netzwerke aufbauen, Partnerschaften pflegen und langfristige Perspektiven für die Teilnehmenden schaffen.
  9. Gleichberechtigung und Diversität: Wir setzen uns für Gleichberechtigung und Diversität ein. Unsere Angebote sind inklusiv und berücksichtigen unterschiedliche Hintergründe, Fähigkeiten und Perspektiven der Teilnehmenden.
  10. Distanz zu problematischen Medienformaten: Wir distanzieren uns von Formaten, die stigmatisieren, diskriminieren oder den Teilnehmenden persönlich schaden könnten. Wir setzen auf eine positive und unterstützende Medienumgebung, die die Entwicklung unserer Teilnehmenden fördert.